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Wenn ein Kollege das Gespräch übernimmt

Der wertvollste Teil eines automatischen Agenten ist der Moment, in dem er aufhört. Dieser Fall zeigt die Übergabe an den Menschen und den Weg zurück.

Veröffentlicht: 2026-09-12Lesezeit: 5 mintapinomahub API & Prozesse
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Ein Kunde schreibt, das gelieferte Steuergerät sei codiert und passe nicht. Das ist kein Standardfall: Es geht um Gewährleistung, um eine Rücksendung und vielleicht um Kulanz. Der Agent hat das erkannt und das Gespräch als übergabewürdig gekennzeichnet. Jetzt entscheidet die Organisation, nicht die Technik.

Wenn ein Kollege das Gespräch übernimmtEingang: ein Gespräch, das der Agent selbst als übergabewürdig gekennzeichnet hat 1. Posteingang überblicken (GET /agent/inbox/summary): Zähler statt Bauchgefühl: was offen ist, was wartet, was niemand gelesen hat 2. Gespräche filtern (GET /agent/inbox/conversations): needsHuman, owner, unread und channelType als Filter, dazu nextCursor 3. Übernehmen (POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/takeover): owner wechselt auf den Kollegen; der Agent antwortet hier nicht mehr 4. Um Hilfe bitten (POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/assist): answer und suggestedReply als Vorschlag — abgeschickt wird von Hand 5. Von Hand antworten (POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/reply): deliveryStatus; auf Postfach und Marktplatz zur Zustellung eingereiht, auf der Website sofort als zugestellt gewertet 6. Zurückgeben (POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/release): Der Agent übernimmt wieder, sobald der Sonderfall geklärt ist Ausgang: ein Gespräch, dessen Zuständigkeit zu jedem Zeitpunkt eindeutig war Übernahme und Rückgabe sind ausdrückliche Züge. Zwei Absender ohne geklärten owner sind der eigentliche Schaden.Wenn ein Kollege das Gespräch übernimmtEingang: ein Gespräch, das der Agent selbst als übergabewürdig gekennzeichnet hat01Posteingang überblickenGET /agent/inbox/summaryZähler statt Bauchgefühl: was offen ist, was wartet, was niemand gelesen hat02Gespräche filternGET /agent/inbox/conversationsneedsHuman, owner, unread und channelType als Filter, dazu nextCursor03ÜbernehmenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/takeoverowner wechselt auf den Kollegen; der Agent antwortet hier nicht mehr04Um Hilfe bittenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/assistanswer und suggestedReply als Vorschlag — abgeschickt wird von Hand05Von Hand antwortenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/replydeliveryStatus; auf Postfach und Marktplatz zur Zustellung eingereiht, auf der Website sofortals zugestellt gewertet06ZurückgebenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/releaseDer Agent übernimmt wieder, sobald der Sonderfall geklärt istAusgang: ein Gespräch, dessen Zuständigkeit zu jedem Zeitpunkt eindeutig warÜbernahme und Rückgabe sind ausdrückliche Züge. Zwei Absender ohne geklärten owner sind der eigentliche Schaden.
Sechs Aufrufe von der Übersicht bis zur Rückgabe. Der owner sagt jederzeit, wer antworten darf.

Übernahme und Rückgabe sind ausdrückliche Züge, keine Nebenwirkung. Der Grund ist einfach: Der eigentliche Schaden entsteht nicht, wenn ein Agent etwas nicht weiss, sondern wenn Agent und Mensch gleichzeitig antworten. Deshalb trägt jedes Gespräch jederzeit genau einen owner.

FlächeRollen
VerkaufsagentTeilehandel, Fahrzeughandel, Werkstatt

Was dieser Fall voraussetzt

  • Eine Oberfläche für die Kollegen. Der Posteingang lässt sich über eine Browsersitzung öffnen, damit nicht jeder Mitarbeiter einen API-Schlüssel braucht.
  • Eine Zuständigkeitsregel im Team. Wer übernimmt, muss auch zurückgeben; sonst bleibt der Agent für dieses Gespräch dauerhaft stumm.
  • Ein Blick auf die Zähler. Was niemand liest, ist kein Posteingang, sondern ein Archiv.
  • Eine Entscheidung über Preisangebote. Angebote lassen sich getrennt auflisten — wer sie nicht ansieht, verhandelt nicht, sondern wartet.

Der Ablauf

Die Tabelle nennt je Stufe den zuständigen Aufruf und das, was danach vorliegt. Die Begründung, warum die Stufe nicht übersprungen werden kann, steht darunter.

Die Aufrufkette dieses Anwendungsfalls
StufeAufrufWas danach vorliegt
Posteingang überblickenGET /agent/inbox/summaryZähler statt Bauchgefühl: was offen ist, was wartet, was niemand gelesen hat
Gespräche filternGET /agent/inbox/conversationsneedsHuman, owner, unread und channelType als Filter, dazu nextCursor
ÜbernehmenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/takeoverowner wechselt auf den Kollegen; der Agent antwortet hier nicht mehr
Um Hilfe bittenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/assistanswer und suggestedReply als Vorschlag — abgeschickt wird von Hand
Von Hand antwortenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/replydeliveryStatus; auf Postfach und Marktplatz zur Zustellung eingereiht, auf der Website sofort als zugestellt gewertet
ZurückgebenPOST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/releaseDer Agent übernimmt wieder, sobald der Sonderfall geklärt ist

Warum jede Stufe nötig ist

  1. Den Posteingang überblicken. GET /agent/inbox/summary liefert die Zähler. Der Vorteil gegenüber einer Liste ist die Entscheidung vor dem Laden: Man sieht, ob überhaupt etwas wartet, bevor man vierzig Gespräche abruft.
  2. Die Gespräche filtern. GET /agent/inbox/conversations kennt needsHuman, owner, unread, channelType und den Suchbegriff q über Betreff und Vorschau, dazu nextCursor. Für einen Arbeitsvorrat ist needsHuman der wichtigste Filter — er zeigt genau das, was der Agent selbst abgegeben hat.
  3. Das Gespräch übernehmen. POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/takeover setzt den owner auf den Kollegen. Ab hier antwortet der Agent hier nicht mehr. Das Feld changed sagt, ob die Übernahme tatsächlich gewirkt hat oder ob ein anderer schneller war.
  4. Den Agenten um Hilfe bitten. POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/assist gibt answer und suggestedReply zurück, dazu findings. Das ist der Unterschied zu einem Zug: Der Vorschlag geht nicht an den Kunden, sondern an den Kollegen. Abgeschickt wird von Hand.
  5. Von Hand antworten. POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/reply sendet den Text und antwortet mit deliveryStatus. Auf einem Postfach- oder Marktplatzkanal wird die Antwort laut Vertrag zur Zustellung eingereiht, auf der Website gilt sie sofort als zugestellt; die einzelnen Werte von deliveryStatus legt der Vertrag nicht fest.
  6. Zurückgeben. POST /agent/inbox/conversations/{conversationId}/release gibt das Gespräch an den Agenten zurück. Ohne diesen Schritt bleibt ein einmal übernommenes Gespräch für immer Handarbeit — der häufigste Grund, warum Automatisierung im Alltag versandet.
Nur die Gespräche laden, die einen Menschen brauchen
curl -H 'X-Api-Key: <API_KEY>' \
  'https://api.tapinomahub.com/hub/index.php/agent/inbox/conversations?needsHuman=true&limit=25'

Was am Ende vorliegt

Am Ende steht ein Gespräch, dessen Zuständigkeit zu jedem Zeitpunkt eindeutig war, und ein Team, das nur die Fälle bearbeitet, die tatsächlich einen Menschen brauchen. Der Agent bleibt für alles Übrige zuständig.

Wo das in der Dokumentation steht

Die verbindlichen Feldlisten, Fehlercodes und Beispielantworten stehen im OpenAPI-Vertrag dieser Fläche unter docs.tapinomahub.com (tapinoma-agent). Alle Anwendungsfälle nach Fläche und Rolle geordnet: Übersicht der Anwendungsfälle.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Häufige Fragen

Muss jeder Mitarbeiter einen API-Schlüssel haben?

Nein. Für den Posteingang lässt sich eine Browsersitzung anlegen; sie ist kurzlebig und an die Oberfläche gebunden. Der API-Schlüssel bleibt in der Anwendung.

Was passiert, wenn ich die Rückgabe vergesse?

Das Gespräch bleibt beim Kollegen, und der Agent antwortet dort nicht mehr. Das ist kein Fehler, aber es ist der Weg, auf dem Automatisierung leise verschwindet.

Kann der Agent mir beim Antworten helfen, ohne selbst zu senden?

Genau dafür gibt es die Nachfrage: Sie liefert eine Antwort und einen Formulierungsvorschlag an den Kollegen. Gesendet wird erst mit dem Antwortaufruf.