Am Monatsende liegt eine Auszahlung des Marktplatzes auf dem Konto. Darin verrechnet: Verkäufe, Versand, Erstattungen und Gebühren. Die Steuerberatung braucht jede dieser Grössen einzeln und mit Beleg — und niemand will sie aus einer Sammelzahlung zurückrechnen.
Die Belege des Commerce-Vertrags trennen genau diese Grössen: Rechnungen mit Netto-, Steuer- und Bruttobetrag je Zeile, Korrekturbelege mit Bezug zur Rechnung, Gebührenbelege mit nachrechenbaren Zeilen und Erstattungen je Auftrag. Der Abschluss entsteht aus ihnen, nicht aus der Auszahlung.
| Fläche | Rollen |
|---|---|
| Commerce | Teilehandel, Fahrzeughandel, Softwarehaus |
Was dieser Fall voraussetzt
- Ein angebundenes Verkaufskonto. Belege entstehen aus Aufträgen; ohne Auftrag kein Beleg.
- Eine Zuordnung zu Ihren Buchungskonten. Die Belege liefern Beträge und Bezüge, nicht Ihren Kontenrahmen.
- Seitenweises Abholen. Listen kommen mit
nextCursor; ein Monatsabschluss liest sie vollständig. - Eine Regel für offene Posten.
outstandingAmountzeigt, was noch nicht bezahlt ist.
Der Ablauf
Die Tabelle nennt je Stufe den zuständigen Aufruf und das, was danach vorliegt. Die Begründung, warum die Stufe nicht übersprungen werden kann, steht darunter.
| Stufe | Aufruf | Was danach vorliegt |
|---|---|---|
| Rechnungen auflisten | GET /commerce/v1/invoices | documentReference, state, issuedAt und dueAt je Beleg |
| Rechnung lesen | GET /commerce/v1/invoices/{invoiceId} | netAmount, taxAmount und grossAmount je Zeile und in totals |
| Korrekturbeleg lesen | GET /commerce/v1/credit-notes/{creditNoteId} | Bezug auf invoiceId und salesOrderId, dazu reasonCode |
| Gebührenbeleg lesen | GET /commerce/v1/fee-statements/{feeStatementId} | Zeilen mit basis, feeBasisPoints und feeAmount, Korrekturen mit Verweis |
| Erstattungen abgleichen | GET /commerce/v1/refunds | Erstattungen mit state je Auftrag und Rücksendung |
Warum jede Stufe nötig ist
- Die Rechnungen auflisten.
GET /commerce/v1/invoicesliefert seitenweiseinvoiceId,salesOrderId,documentReference,state,issuedAtunddueAt. Der Cursor ist hier Vollständigkeitsnachweis: Ein Abschluss, der eine Seite auslässt, stimmt nicht. - Die Rechnung lesen.
GET /commerce/v1/invoices/{invoiceId}nennt je ZeilenetAmount,taxAmountundgrossAmountund intotalszusätzlichpaidAmountundoutstandingAmount. Netto, Steuer und brutto kommen getrennt — die Buchhaltung muss nichts zurückrechnen. - Den Korrekturbeleg lesen.
GET /commerce/v1/credit-notes/{creditNoteId}verweist aufinvoiceIdundsalesOrderIdund trägtreasonCode. Eine Korrektur ist damit immer einer Rechnung zugeordnet und nicht nur ein negativer Betrag im Monat. - Den Gebührenbeleg lesen.
GET /commerce/v1/fee-statements/{feeStatementId}liefert Zeilen mitbasis,feeBasisPointsundfeeAmount, Korrekturen mitadjustmentOfLineId. Welcher Satz infeeBasisPointsgilt, wird außerhalb des Vertrags festgelegt; ausbasisundfeeBasisPointssind die Zeilen nachrechenbar. - Die Erstattungen abgleichen.
GET /commerce/v1/refundslistet Erstattungen mitamount,state,salesOrderId,returnIdundreasonCode. Jede Erstattung sollte einem Korrekturbeleg gegenüberstehen; wo das nicht so ist, ist es ein Befund für den Abschluss.
curl -H 'X-Api-Key: <API_KEY>' \ 'https://commerce-preview.invalid/commerce/v1/invoices?limit=100'
Was am Ende vorliegt
Am Ende besteht der Monat aus Belegen: Umsatz aus Rechnungen, Korrekturen aus Korrekturbelegen, Gebühren aus Gebührenbelegen und Erstattungen samt ihrem Stand aus der Erstattungsliste — jede Grösse einzeln und mit Bezug zum Auftrag.
Wo das in der Dokumentation steht
Die verbindlichen Feldlisten, Fehlercodes und Beispielantworten stehen im OpenAPI-Vertrag dieser Fläche unter docs.tapinomahub.com (tapinoma-commerce). Alle Anwendungsfälle nach Fläche und Rolle geordnet: Übersicht der Anwendungsfälle.
Quellen und Rechtsgrundlagen
Häufige Fragen
Warum nicht einfach die Auszahlung buchen?
Weil darin Umsatz, Erstattungen und Gebühren verrechnet sind. Steuerlich und kaufmännisch sind das verschiedene Vorgänge, die getrennt nachgewiesen werden müssen.
Wie hängt ein Korrekturbeleg an seiner Rechnung?
Über invoiceId. Dazu trägt er salesOrderId und einen reasonCode.
Wer erhebt die Gebühren aus den Gebührenbelegen?
Das legt der Commerce-Vertrag nicht fest; auch der konkrete Satz wird außerhalb des Vertrags bestimmt. In der Vorschau werden keine Gebühren eingezogen.
