Ein Antrag auf Außerbetriebsetzung geht raus und kommt zurück, weil eine Angabe zum Antragsteller nicht passt. Das ist kein spektakulärer Fehler, aber er kostet einen Botengang, eine Frist und beim zweiten Mal Glaubwürdigkeit. Und er wäre vorher erkennbar gewesen.
Deshalb steht vor der Mitteilung eine Vorprüfung. Sie ist nicht ein Filter für Tippfehler, sondern der Ort, an dem ein Antrag scheitern darf, ohne Schaden anzurichten — und die Übermittlung nimmt danach ausschließlich Freigegebenes an.
| Fläche | Rollen |
|---|---|
| Compliance | Autoverwerter, Autohaus |
Was dieser Fall voraussetzt
- Ein ausgestellter Verwertungsnachweis. Die Vorprüfung verweist auf Fall und Nachweis; ohne beides gibt es keinen Antrag.
- Angaben zum Antragsteller und zu den Zulassungsdokumenten. Was dort fehlt, fällt in der Vorprüfung auf und nicht bei der Behörde.
- Eine benannte Freigabe für die Mitteilung. Die Mitteilung trägt eine Attestkennung der freigebenden Person.
- Klarheit über den Übermittlungsweg. Vorgesehen ist derzeit genau ein Adapter,
authority_file_export: eine Exportdatei für die Behörde, keine Direktverbindung in deren Verfahren.
Der Ablauf
Die Tabelle nennt je Stufe den zuständigen Aufruf und das, was danach vorliegt. Die Begründung, warum die Stufe nicht übersprungen werden kann, steht darunter.
| Stufe | Aufruf | Was danach vorliegt |
|---|---|---|
| Antrag vorprüfen | POST /compliance/deregistration-applications/preflight | applicationMode, applicant und registrationDocuments werden geprüft, bevor etwas rausgeht |
| Mitteilung anlegen | POST /compliance/authority-notifications | adapterType und obligationParties; approvalAttestationId nennt die freigebende Person |
| Übermitteln | POST /compliance/submissions | Übermittelt wird nur Freigegebenes — schemaVersion und Attest gehören zum Aufruf |
Warum jede Stufe nötig ist
- Den Antrag vorprüfen.
POST /compliance/deregistration-applications/preflightnimmt Fall, Nachweis, Antragsart, die verpflichteten Beteiligten, den Antragsteller und die Zulassungsdokumente. Die Antwort nennt Blocker nach dem hinterlegten Regelwerk, ohne dass bei der Behörde etwas eingeht. - Die Mitteilung anlegen.
POST /compliance/authority-notificationsnimmt Gegenstand, Adaptertyp, die verpflichteten Beteiligten sowie Freigabezeitpunkt und Attestkennung. Die Mitteilung ist damit einer Person zugeordnet, bevor sie irgendwohin geht; anlegen darf sie nur eine angemeldete Person mit erneut bestätigter Anmeldung. - Übermitteln.
POST /compliance/submissionsnimmt den Adaptertyp — derzeit genauauthority_file_export—, die Schemafassung1.0.0, die Attestkennung der Freigabe und den Bezug auf die Mitteilung. Übermittelt wird also ausschließlich Freigegebenes; eine Übermittlung ohne Freigabe ist im Vertrag nicht vorgesehen.
curl -X POST \
-H 'X-Api-Key: <API_KEY>' \
-H 'X-Compliance-Organisation-Id: <ORGANISATION>' \
-H 'Idempotency-Key: uebermittlung-2026-09-12-017' \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"adapterType":"authority_file_export","schemaVersion":"1.0.0","approvedByAttestationId":"<attestationId>","authorityNotificationId":"<authorityNotificationId>"}' \
'https://api.tapinomahub.com/compliance/submissions'Was am Ende vorliegt
Am Ende steht eine Übermittlung mit Zustand, die sich einer Person und einer Freigabe zuordnen lässt — und ein Antrag, der nicht an einer Angabe scheitert, die vorher sichtbar war.
Wo das in der Dokumentation steht
Die verbindlichen Feldlisten, Fehlercodes und Beispielantworten stehen im OpenAPI-Vertrag dieser Fläche unter docs.tapinomahub.com (tapinoma-compliance). Alle Anwendungsfälle nach Fläche und Rolle geordnet: Übersicht der Anwendungsfälle.
Quellen und Rechtsgrundlagen
Häufige Fragen
Was mache ich mit einem Blocker aus der Vorprüfung?
Ihn beheben. Der Blocker nennt code und message, gegebenenfalls eine requirementId; danach lässt sich die Vorprüfung wiederholen, ohne dass bei der Behörde etwas gelaufen ist.
Kann ich ohne Mitteilung übermitteln?
Nein. Die Übermittlung nimmt den Bezug auf die Mitteilung und die Attestkennung der Freigabe. Das ist die Sperre, die verhindert, dass Unfertiges rausgeht.
Sagt der Zustand der Übermittlung, dass die Behörde zugestimmt hat?
Nein. Er beschreibt unseren Vorgang. Über die Bewilligung entscheidet die Behörde in ihrem eigenen Verfahren.
