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GenArt-Nummer: Was für ein Teil ist das eigentlich?

Die OE-Nummer sagt, welches Teil gemeint ist. Die GenArt-Nummer sagt, was für ein Teil es ist. Erst beide zusammen ergeben einen Datensatz, der sich filtern lässt.

Veröffentlicht: 2026-09-06Lesezeit: 3 minBegriffe und Kennungen
BegriffeAutomotive AftermarketOE-NummerTeileidentifikationTeilehandelVINAutoverwertung
Kurz erklärt
GenArt-Nummer
Die GenArt-Nummer — generische Artikelnummer — benennt eine Artikelart unabhängig von Hersteller, Marke und Fahrzeug: „Bremsscheibe“, „Stoßfänger“, „Steuergerät Motormanagement“. Sie stammt aus dem Datenmodell des freien Teilemarkts und wird dort einheitlich gepflegt.

Der Unterschied zur Teilenummer

KennungBeantwortetBeispielhafte Aussage
OE-NummerWelches konkrete Teil?5Q0615301H
GenArt-NummerWas für ein Teil?Bremsscheibe
FahrgestellnummerAus welchem Fahrzeug?Ein bestimmtes Fahrzeug

Ein Datensatz ohne Artikelart ist für jede Filterung blind. Ein Käufer, der „Bremsscheibe vorn“ in eine Suche eingibt, findet nur Angebote, die als Bremsscheibe klassifiziert sind — die Teilenummer allein reicht dafür nicht, weil sie der Suchmaschine nichts über die Art des Teils sagt.

Wozu die Klassifikation im Betrieb dient

  • Suche und Filter. Marktplätze und Werkstattsysteme bauen ihre Kategorien auf einer Artikelart-Systematik auf.
  • Attribute. Zu jeder Artikelart gehören die technischen Merkmale, die überhaupt sinnvoll sind — Durchmesser und Dicke bei einer Bremsscheibe, Anschlussart bei einem Steuergerät.
  • Preisvergleich. Ohne gemeinsame Artikelart lassen sich Angebote nicht gegeneinander stellen.
  • Auswertung. Erst mit der Artikelart lässt sich sagen, welche Warengruppen ein Betrieb wirklich verkauft.

Grenzen und Fallstricke

  1. Eine Nummer, mehrere Verwendungen. Manche Teile gehören je nach Einbaulage zu unterschiedlichen Artikelarten. Die Einbaulage gehört deshalb in den Datensatz, nicht nur in die Beschreibung.
  2. Kombinationsteile. Ein Modul, das mehrere Funktionen vereint, passt selten sauber in genau eine Artikelart. Dann entscheidet die Hauptfunktion — und der Rest gehört in den Beschreibungstext.
  3. Marktplatzkategorien sind nicht identisch. Plattformen bilden ihre eigenen Kategorien und ordnen ihnen Artikelarten zu. Die Zuordnung ist meist eindeutig, aber nicht immer.
  4. Nicht raten. Wenn sich die Artikelart aus dem vorliegenden Material nicht bestimmen lässt, ist die richtige Antwort, das Feld offen zu lassen und nachzusehen — nicht die wahrscheinlichste Kategorie einzutragen.

Wie die Artikelart in den Bestand kommt

Der übliche Weg führt über die Teilenummer: Aus der OE-Nummer wird über einen Abgleich die Artikelart bestimmt und zusammen mit den Attributen in den Datensatz übernommen. Wo keine Nummer vorliegt, bleibt die Sichtbestimmung durch den Mitarbeiter — für die häufigsten Warengruppen ist das schnell, für Elektronikbauteile selten zuverlässig.

Ergänzend liefern viele Systeme Sachdaten zur Nummer: Maße, Gewicht, Material. Diese Angaben gehören an die Nummer und nicht nur an das einzelne Teil — sie gelten für jedes Exemplar derselben Nummer und ersparen beim nächsten Mal die Messung. Mehr dazu in Teileidentifikation: Vom Ausbauteil zum verkaufsfähigen Datensatz.

Häufige Fragen

Wer pflegt die GenArt-Nummern?

Sie stammen aus dem standardisierten Datenmodell des freien Teilemarkts und werden dort zentral gepflegt, damit alle Beteiligten dieselbe Artikelart meinen. Siehe TecDoc: Das Datenmodell hinter dem freien Teilemarkt.

Brauche ich die GenArt-Nummer, wenn ich die OE-Nummer habe?

Ja. Die OE-Nummer identifiziert das Teil, die Artikelart macht es filterbar. Ohne sie erscheint ein Angebot in keiner Kategorieauswahl.

Was mache ich, wenn ein Teil zu keiner Artikelart passt?

Die Hauptfunktion bestimmt die Artikelart, der Rest gehört in die Beschreibung. Ist die Zuordnung unklar, ist das Feld offen zu lassen statt geschätzt zu füllen.