- Werkstattmanagement-System — Dealer-Management- und Werkstattsoftware
- Ein Werkstattmanagement-System (auch Dealer-Management-System, DMS, oder Werkstattsoftware) führt Auftrag, Fahrzeug, Kunde, Teilebestellung und Rechnung einer Werkstatt in einem Programm. Genutzt wird es von freien und markengebundenen Werkstätten, Autohäusern mit Service, Flottenwerkstätten und Karosseriebetrieben. Diese Seite richtet sich an die Anbieter solcher Systeme und beschreibt, wo im Auftrag heute Daten abgetippt oder geraten werden und welcher Aufruf der Schnittstelle das ersetzt.
Wo im Prozess Daten fehlen
Ein Werkstattauftrag beginnt mit einem Fahrzeug und endet mit einer Rechnung. Dazwischen liegen Stellen, an denen die Software nicht weiß, was sie wissen müsste, und ein Mitarbeiter es aus dem Katalog oder vom Telefon nachträgt:
- Die Teilebestellung geht raus, bevor die Passung geprüft ist. Der Serviceberater übernimmt OE-Nummern aus dem Katalog in den Auftrag. Ob sie zu genau diesem Fahrzeug mit genau dieser Ausstattung passen, zeigt sich beim Einbau — oder bei der Retoure.
- Die OE-Nummer aus den Kundenunterlagen ist eine Vorgängernummer. Die Nummer auf der mitgebrachten Rechnung oder dem alten Teil ist ersetzt worden. Welche heute gilt, sucht jemand von Hand — siehe OE-Nummer: Die Originalteilenummer richtig lesen.
- Das ausgebaute Teil hat ein Etikett, das niemand abschreibt. Teile- und Referenznummern des getauschten Steuergeräts landen als Foto im Auftrag, nicht als Datensatz — siehe Gebrauchte Steuergeräte: Codierung, Wegfahrsperre, Angebot.
- Rückrufe werden beim Werkstattbesuch nicht abgeglichen. Das Fahrzeug steht auf der Bühne; eine offene Rückrufaktion wäre ein zweiter Auftrag, aber die Software weiß nichts davon.
- Die Teilebezeichnung liegt nur in einer Sprache vor. Ein Betrieb mit Kunden oder Lieferanten im Ausland übersetzt Bezeichnungen auf der Rechnung selbst.
Was die Schnittstelle liefert
| Prozessschritt | Aufruf | Ergebnis |
|---|---|---|
| Teile vor der Bestellung prüfen | POST /vin/cart-check mit mode=vehicle | Je Position fits=true|false; complete auf Antwortebene; nur bei complete=true ist ein fits=false abschließend; bis zu 30 Positionen |
| OE-Nummer einordnen | GET /parts/oe/{oeNumber} | Normalisierte Nummer, Ersetzungskette, Referenzfamilie, genau eine tapiGenArt, VDI-4081-Zuordnung |
| Nummer aus dem Auftrag bereinigen | GET /parts/oe/normalize | matched, unresolved, ambiguous oder invalid plus dokumentierte Ersatznummern |
| Aftermarket-Alternativen nennen | GET /parts/oe/{oeNumber}/aftermarket-references | Liste der Referenzen; leer, wenn keine vorhanden; keine Passungsgarantie |
| Etikett vom ausgebauten Teil lesen | POST /scanner/label/extract-partnumbers | Teile- und Referenznummern aus dem Etikettbild |
| Rückrufe beim Werkstattbesuch abgleichen | GET /recalls/vehicles/{vin} | Je Maßnahme Aktenzeichen, Register, Mangel, Abhilfe, Stop-Drive-Kennung, Konfidenz |
| Teilebezeichnung übersetzen | GET /translation/translations | Genau eine Bezeichnung in den unterstützten Zielsprachen |
Ein Ablauf von Anfang bis Ende
- Auftrag anlegen, Fahrzeug abgleichen. Die Werkstatt erfasst die Fahrgestellnummer. Provider 2 und 3 fragt Ihr System direkt über
GET /vin/{vin}/vehicleab. Für Provider 1 legt Ihr Server überPOST /vin/redirect-sessionseine Session ausvin,returnUrlundstatean und leitet den Serviceberater auf dieredirectUrl; der Rücksprung bringtstatus=completedmittapiIdundstate— oderstatus=cancelled. Die Session verfällt nach zehn Minuten; Fahrzeug- oder Zugangsdaten stehen nie im Redirect. - Enthaltene Fahrzeugdaten nachladen.
GET /vehicles/{tapiId}liefert die technischen Fahrzeugdaten für die Auftragsmaske als Bestandteil des zuvor bezahlten VIN-Ablaufs — ohne VIN und Ausstattung und ohne einen neuen Fahrzeugabgleich zu bestellen. - Rückrufe prüfen, solange das Fahrzeug da ist.
GET /recalls/vehicles/{vin}gleicht die Baureihe gegen Kraftfahrt-Bundesamt, EU Safety Gate und NHTSA ab. Eine offene Maßnahme erscheint mit Aktenzeichen, Abhilfe und Stop-Drive-Kennung als Hinweis im Auftrag. - Teile aus dem Auftrag einordnen. Jede OE-Nummer geht durch
GET /parts/oe/{oeNumber}. Zurück kommen die Ersetzungskette, dietapiGenArtals GenArt für die Warengruppe und unterpartdie Feldermanufacturer,nameundlistPrice, dienullsein können und dann leer bleiben. Ohne bestätigten Basistreffer antwortet der Aufruf mit404. - Passung prüfen, bevor bestellt wird. Alle Positionen gehen gesammelt an
POST /vin/cart-checkmitmode=vehicle, bis zu 30 je Aufruf. Je Position kommtfitszurück;completesteht einmal auf Antwortebene und sagt, ob die Teileliste des Fahrzeugs vollständig vorlag. Beicomplete=truewerden Positionen mitfits=falsevor der Bestellung markiert; beicomplete=falsebleibt jedes Nein dieser Prüfung eine offene Frage. Antwortet der Dienst mit202, holt Ihr System das Ergebnis überGET /vin/cart-check/jobs/{jobId}ab. - Alternativen und Gebrauchtteile anbieten. Für eine Position ohne Passung oder Lieferbarkeit liefert
GET /parts/oe/{oeNumber}/aftermarket-referencesSuchkandidaten aus dem freien Teilemarkt, keine Passungsgarantie. Ein Gebrauchtteil vom Verwerter ist eine weitere Option; welche Angaben die Werkstatt dafür braucht, steht in Werkstätten als Kunden: Was der gewerbliche Käufer anders braucht. - Ausgebautes Teil erfassen. Der Mechaniker fotografiert das Etikett;
POST /scanner/label/extract-partnumbersliest Teile- und Referenznummern aus und legt sie am Auftrag ab. Was auf dem Bild nicht lesbar ist, bleibt eine Lücke.
curl \
-H 'X-Api-Key: <API_KEY>' \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"vin":"<VIN>","mode":"vehicle","oeNumbers":["5Q0919275C"]}' \
'https://api.tapinomahub.com/vin/cart-check'Der Einbau
- Schlüssel serverseitig hinterlegen. Der
X-Api-Keygehört in die Konfiguration Ihres Servers, nie in die Werkstatt-Oberfläche oder eine mobile App. Bei einer Installation vor Ort ruft ein Dienst auf dem Werkstattserver auf. - Mit einem Endpunkt anfangen. Für diese Fachgruppe ist das
POST /vin/cart-check: Er setzt dort an, wo Fehler am teuersten sind, und braucht nur Daten, die der Auftrag schon hat. - Feldzuordnung festlegen.
fitsin die Auftragsposition,completeder Antwort an alle Positionen dieser Prüfung,tapiGenArtin die Warengruppe, die aktuelle Nummer der Ersetzungskette in ein eigenes Feld neben der erfassten. Diese Abbildung ist die eigentliche Arbeit. - Leerbefund und Fehlerfall trennen.
404 vehicle_not_foundoder eine leere Referenzliste sind fachliche Ergebnisse: Der Auftrag bleibt, das Feld bleibt leer, ein Hinweis erscheint. Ein technischer Fehler löst eine Wiederholung oder Nacharbeit aus — nie einen Standardwert. - Die Abholung nach `202` einbauen. Lang laufende Prüfungen antworten mit
202,Location,Retry-Afterund Job-ID. Ihr System fragtGET /vin/cart-check/jobs/{jobId}ab, ohne die Auftragsmaske zu blockieren. - Ausrollen und beobachten. Erst ein Pilotbetrieb, dann breit.
GET /client/usagezeigt, welche Aufrufe wie oft laufen; der HeaderX-Tapinoma-Usage-Warningmeldet knappes Guthaben.
Worauf zu achten ist
- `Idempotency-Key` bei jedem POST setzen. Ein zweiter Klick auf „Prüfen“ darf keine zweite Prüfung auslösen;
X-Tapinoma-Idempotent-Replayzeigt eine wiederholte Antwort an. Ausnahme:POST /client/partner-workspacesgibt den Schlüssel einmalig aus — nach einem Timeout den Bestand überexternalReferenceabgleichen statt neu anlegen. - Leere Felder nicht füllen. Ist
nameoderlistPricenull, bleibt das Feld im Auftrag leer. Ein plausibler Listenpreis aus anderer Quelle ist gefährlicher als eine sichtbare Lücke. - Die `tapiId` am Fahrzeug speichern. Sie ist stabil und hält
GET /vehicles/{tapiId}beim nächsten Besuch dem bereits bezahlten VIN-Ablauf zugeordnet. - Den Schlüssel nie in den Browser geben. Auch nicht für den Redirect:
POST /vin/redirect-sessionsruft Ihr Server auf, der Browser bekommt nur dieredirectUrl. - Rate-Limits je Werkstatt setzen.
PUT /client/users/{clientId}/rate-limitsbegrenzt je Nutzer, Schlüssel oder Endpunkt, damit ein Betrieb nicht das Kontingent der anderen aufbraucht. - Das Ergebnis prüfen lassen, nicht durchreichen.
fits=trueist ein Abgleich, kein Einbauversprechen; eine Aftermarket-Referenz ein Suchkandidat. Die Software zeigt Herkunft und Konfidenz, die Werkstatt entscheidet.
Was die Schnittstelle nicht tut
Sie ersetzt keinen Teilekatalog des Herstellers und liefert keine Einbauanleitung. POST /vin/cart-check gleicht ab, ob eine OE-Nummer zum Fahrzeug passt; Lieferbarkeit und Preis sagt der Aufruf nicht — GET /parts/oe/{oeNumber}/price liefert eine indikative Bewertung, keine Preisgarantie. Der Rückrufabgleich ist eine Arbeitshilfe auf Baureihenebene, keine amtliche Auskunft. Ein Halter wird nirgends ermittelt, ein Gutachten nirgends erstellt. Bei Provider 1 läuft der Fahrzeugabgleich ausschließlich über den Redirect in die tapinoma-Oberfläche; ein Drittsystem kann ihn nicht direkt abrufen. Was keine Quelle belegt, bleibt leer: Ein Leerbefund ist kein Fehler, sondern das Ergebnis. Verkauft wird der Abgleich, nicht ein Datenbestand; Prüfung und Verwendung der Ergebnisse liegen bei der Werkstatt.
Häufige Fragen
Kann das Werkstattsystem Provider 1 direkt abfragen?
Nein. Für Provider 1 legt Ihr Server über POST /vin/redirect-sessions eine Session an und leitet den Nutzer in die tapinoma-Oberfläche; zurück kommt die tapiId. Provider 2 und 3 sind über GET /vin/{vin}/vehicle direkt abfragbar.
Was bedeutet `fits=false`, wenn die Antwort `complete=false` trägt?
Die Teileliste des Fahrzeugs lag nicht vollständig vor; kein fits=false dieser Prüfung ist damit ein abschließender Ausschluss. Die Positionen werden als offen markiert, nicht als unpassend — und die Werkstatt entscheidet.
Wird eine Analyse ohne Treffer berechnet?
Ein Leerbefund ist kein Fehler, sondern ein Ergebnis. Eine durchgeführte Bildanalyse — etwa das Etikett — wird berechnet, auch wenn keine Nummer lesbar war; die Leistung ist die Analyse. Guthaben und Verbrauch zeigen GET /client/credits und GET /client/usage.
Wie binden wir Werkstätten ein, die schon ein eigenes tapinomahub-Konto haben?
Über eine Kostenübernahme mit PUT /client/sponsorship-grants/{grantReference} für ausgewählte Endpunkte. Die Werkstatt bleibt Inhaberin ihres Kontos; die Abrechnung folgt den Regeln des Grants.
