- Fahrzeug einreichen
- Die Betriebsart, bei der Sie ein Fahrzeug nur mit seiner Fahrgestellnummer und Aufnahmen anmelden. Katalogsuche, Typbestimmung, Ausstattungsliste, Teilebewertung und Zustandsbeschreibung übernehmen wir — und jedes Ergebnis nennt, woraus es entstanden ist und was offen bleibt.
Was Sie liefern — und was nicht
Der Ablauf ist bewusst auf das reduziert, was im Hof ohnehin vorliegt. Sie liefern:
- Die Fahrgestellnummer — getippt, aus dem Fahrzeugschein oder als Foto vom Typenschild, der Windschutzscheibe oder der Prägung. Grundlagen dazu in VIN: Die Fahrgestellnummer verstehen, prüfen und nutzen.
- Rundgang-Aufnahmen des Fahrzeugs, bis zu acht: Front, beide Flanken, Heck, Dach, Innenraum, Motorraum. Für die Altfahrzeug-Einstufung bis zu zehn.
- Oder ein Foto des Fahrzeugscheins. Dann beginnt die Akte beim Dokument: Die Nummer wird daraus gelesen, und bis zu fünf Rundgang-Fotos ergeben im selben Zug den Zustandsbericht.
Was Sie nicht liefern müssen: Baureihe, Motorcode, Ausstattung, Teilenummern, Schlüsselnummern. Das sind Ergebnisse, keine Eingaben — und genau das war vorher der Aufwand.
Was daraus entsteht
| Ergebnis | Grundlage | Was es bedeutet |
|---|---|---|
| Fahrzeugakte | Fahrgestellnummer | Das Fahrzeug ist identifiziert und trägt eine feste Fahrzeugkennung, über die alle weiteren Schritte zusammenhängen; die Übernahme in den Bestand füllt mindestens 25 Felder — siehe Zulassungsbescheinigung: Die Felder, die im Betrieb zählen |
| Ausstattung | Fahrgestellnummer | Übernommene Ausstattungsliste, bearbeitbar und ergänzbar |
| Teileliste | Fahrgestellnummer | Die dem Fahrzeug zugeordneten Teile mit OE-Nummern — die Grundlage jeder Erfassung, siehe Teileidentifikation: Vom Ausbauteil zum verkaufsfähigen Datensatz |
| Erlösranking | Teileliste und Marktangebote | Erlöspotenzial je Teil als Spanne mit ausreißerbereinigtem Mittelwert, nach Erlös sortiert, dazu eine Einkaufsempfehlung als Rechengrundlage |
| Zustandsbericht | Rundgang-Aufnahmen | Befunde je Zone in fester Reihenfolge und eine Gesamtstufe A, B oder C — reine Sichtprüfung |
| Altfahrzeug-Einstufung | Aufnahmen, optional Marktwert und Reparaturschätzung | Kein Altfahrzeug-Verdacht, Gutachten empfohlen oder Altfahrzeug — je Kriterium mit Befund und belegenden Bildern |
| Rückrufabgleich | Fahrgestellnummer aus dem eigenen Bestand | Maßnahmen zur Baureihe aus den amtlichen Registern, mit Aktenzeichen und Trefferwahrscheinlichkeit |
| Inseratstext | Fahrzeugakte | Titel, Beschreibung und Ausstattungs-Highlights in Deutsch, Englisch oder Französisch — ohne Preis- und Zustandsaussagen |
Betriebsfall: No-Touch im Backoffice der Fahrzeugannahme
Auf dem Hof bleibt nur der notwendige Handgriff: VIN oder Fahrzeugschein und die vorgesehenen Rundgang-Fotos mit dem Smartphone erfassen. Danach baut die tapinomahub-Pipeline den maschinenlesbaren Fahrzeugkontext auf. Je nach Eingabe und verfügbarer Quelle kommen Fahrzeugdaten, Ausstattung, Motor- und Getriebekennungen sowie beim Fahrzeugschein HSN und TSN zurück. Das Backoffice muss dieselben Angaben nicht noch einmal aus Papier oder Fotos in die Warenwirtschaft übertragen.
- Hofmitarbeiter erfasst. VIN oder Dokument und Bilder werden dort aufgenommen, wo das Fahrzeug tatsächlich steht.
- Die API ordnet zu. VIN-Auflösung, Dokumentanalyse und Bilderkennung liefern getrennte, maschinenlesbare Ergebnisse mit sichtbaren Leer- und Unsicherheitsfällen.
- Das ERP übernimmt. Freigegebene Felder landen in Fahrzeugakte, Bestandsaufnahme, Demontageplanung oder Ankaufsvorgang.
- Menschen prüfen Ausnahmen. Unlesbare Kennungen, unklare Bilder oder wirtschaftliche Grenzfälle gehen gezielt an Fachkräfte statt jede Akte aufzuhalten.
Betriebsfall: KI-gestützte Rücknahme für Flotte und Leasing
Bei Flottenrückläufern und Leasingfahrzeugen sorgt derselbe Ablauf für vergleichbare Akten: Die VIN hält Fahrzeug und Ausstattung zusammen, die Bilderkennungs-Pipeline ordnet sichtbare Befunde festen Fahrzeugzonen zu und gibt die verwendeten Aufnahmen als Beleg mit. Das schafft eine einheitliche Vorprüfung für Remarketing, Werkstattsteuerung oder Sachverständige. Es ersetzt weder technische Diagnose noch Gutachten und verspricht keine rechtliche Beweissicherheit; es macht die vorhandene Bildgrundlage jedoch nachvollziehbar und im eigenen System weiterverwendbar.
Zwei Wege zur Akte
Hinter dem Ablauf stehen zwei dokumentierte Wege, und welcher greift, entscheidet sich an der Eingabe. Beide führen zu derselben Fahrzeugakte; sie unterscheiden sich darin, was zusätzlich entsteht.
- Der Weg über die Fahrgestellnummer. Die Nummer wird zurechtgelegt — Leerzeichen, Bindestriche und unsichtbare Zeichen fallen weg, 17 zulässige Zeichen müssen bleiben — und bei der fahrzeuggenauen Datenquelle aufgelöst. Ein Treffer liefert die Fahrzeugdaten und die feste Fahrzeugkennung; daran hängen die Teileliste und das Erlösranking. Kleinteile wie Clips und Schrauben werden vor der Bewertung aussortiert, die übrigen nach Listenpreis gereiht und je Stück gegen Marktangebote bewertet; Bewertungen werden bis zu 30 Tage wiederverwendet, nur fehlende werden neu ermittelt. Ein Leerbefund ist ein Ergebnis, kein Fehler — siehe VIN-Abfrage in der Praxis: Ablauf, Ergebnis, Abrechnung.
- Der Weg über den Fahrzeugschein. Das Dokument wird ausgelesen, die erkannte Nummer sofort abgeglichen, und aus bis zu fünf Rundgang-Fotos entsteht im selben Aufruf der Zustandsbericht. Das Ergebnis ist eine Akte aus Dokumentfeldern, Fahrzeugdaten und Zustandsbericht; Teileliste und Erlösranking gehören nicht zu diesem Weg. Jeder Bestandteil nennt, ob er geliefert wurde — bleibt die Nummer unlesbar, fehlt der Fahrzeugteil sichtbar und wird anteilig erstattet.
- Die Bilder werden gesondert ausgewertet. Aus einem Rundgang von bis zu acht Aufnahmen entsteht der Zustandsbericht mit einer Gesamtstufe; auf dem Weg über den Fahrzeugschein entsteht er aus bis zu fünf Fotos im selben Aufruf. Die Altfahrzeug-Einstufung ist eine eigene Analyse aus bis zu zehn Aufnahmen — deterministisch aus belegten Kriterien, nicht aus einem Gesamteindruck. Liegen Marktwert und Reparaturschätzung vor, kommt die Einstufung „Altfahrzeug“ aus reiner Arithmetik; aus Bildern allein höchstens „Gutachten empfohlen“.
- Rückrufe werden abgeglichen — baureihenbezogen gegen die amtlichen Register, aus dem eigenen Bestand heraus, ohne einen weiteren Abruf beim Datenlieferanten.
- Auf Wunsch entsteht der Inseratstext aus den dokumentierten Angaben. Er erfindet keine Eigenschaft und nennt weder Preis noch Zustand.
Was Sie damit tun
- Ankauf entscheiden. Erlösranking und Einkaufsempfehlung sind Rechengrundlagen aus Marktangeboten — die Zahl, die vorher aus dem Bauch kam. Den Preis setzen Sie, siehe Fahrzeugankauf: Was ein Altfahrzeug wirklich wert ist und Unfallfahrzeuge: Totalschaden, Restwert und was für den Verwerter zählt.
- Demontage planen. Die Reihenfolge nach erwartetem Erlös ist die Arbeitsliste für die Halle — wo die Linie verläuft, entscheiden Sie, siehe Demontagetiefe: Welche Teile sich auszubauen lohnen.
- Verkaufen. Teileliste, OE-Nummern und Fahrzeugbezug sind die Felder, mit denen ein Angebot gefunden wird — siehe Gebrauchtteile online verkaufen: Was ein Angebot tragen muss.
- Nachweisen. Die Akte trägt Fahrgestellnummer, Zustand und Einstufung von der Annahme an — dieselben Angaben, die der Verwertungsnachweis: Inhalt, Ausstellung und häufige Fehler und die Betriebsdokumentation verlangen.
Was der Ablauf nicht ist
Der Zustandsbericht beschreibt Sichtbares; er ist kein Gutachten und kalkuliert weder Reparatur noch Restwert. Das Erlösranking ist eine Erwartung aus Marktangeboten, kein Preis und keine Zusage; die Einkaufsempfehlung ist eine Rechengrundlage, keine Entscheidung. Die Altfahrzeug-Einstufung ist eine Arbeitshilfe für die Entscheidung, die der Betrieb trifft — siehe Gebrauchtwagen oder Altfahrzeug? Die Abgrenzung beim Export. Der Rückrufabgleich ist baureihenbezogen; ob das einzelne Fahrzeug betroffen ist, klärt der Hersteller. Und nichts davon ersetzt den Blick des Fachmanns auf das Fahrzeug — es sortiert ihn.
Was es kostet
Abrechnung und Laufzeit richten sich nach den vereinbarten Konditionen; verbindliche Angaben stehen im Preisabschnitt der Startseite oder im Vertrag. Eine durchgeführte Bildanalyse ist die Leistung, nicht der Treffer. Provider- oder herstellerspezifische Sonderkonditionen werden vor dem Auftrag angezeigt. Die technischen Fahrzeugdaten eines bereits abgeglichenen Fahrzeugs sind Bestandteil dieses bezahlten VIN-Ablaufs und lösen bei erneutem Abruf keinen zweiten Fahrzeugabgleich aus.
Häufige Fragen
Reicht wirklich die Fahrgestellnummer?
Für Fahrzeugakte, Teileliste, Erlösranking und Rückrufabgleich ja. Der Zustandsbericht und die Altfahrzeug-Einstufung brauchen zusätzlich die Aufnahmen. Der Inseratstext entsteht aus der Akte.
Wie viele Bilder soll ich mitgeben?
Für den Zustandsbericht bis zu acht Aufnahmen desselben Fahrzeugs — Front, Flanken, Heck, Dach, Innenraum, Motorraum. Für die Altfahrzeug-Einstufung bis zu zehn. Beim Weg über den Fahrzeugschein bis zu fünf Rundgang-Fotos.
Was passiert, wenn die Fahrgestellnummer nicht gefunden wird?
Dann fehlt dieser Baustein sichtbar, und die davon abhängigen Teile entstehen nicht. Das ist ein Leerbefund und kein Fehler; ergänzt oder geschätzt wird nichts.
Ist das Erlösranking ein Kaufpreis?
Nein. Es ist das Erlöspotenzial der Teile aus Marktangeboten, als Spanne mit ausreißerbereinigtem Mittelwert, plus eine Einkaufsempfehlung als Rechengrundlage. Den Ankaufspreis setzen Sie — mit dieser Zahl statt ohne.
